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Handlungskonzept zum nachhaltigen Wirtschaften im LK GR - Langf.

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Handlungskonzept zum nachhaltigen Wirtschaften im Landkreis Görlitz - Langfassung

Nachhaltiges

Nachhaltiges Wirtschaften im Landkreis Görlitz Abkürzungsverzeichnis Ø Δ AK VGRdL BA BCG BIP BBSR BMVI BMWi ECHA ENO FuE ifaa MGO SV SVB WFE Durchschnitt Veränderung Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder Bundesagentur für Arbeit Boston Consulting Group Bruttoinlandsprodukt Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Europäische Chemikalienagentur Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz Forschung und Entwicklung Institut für angewandte Arbeitswissenschaften Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien Sozialversicherung Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Wirtschaftsförderung Erzgebirge 6

Nachhaltiges Wirtschaften im Landkreis Görlitz 1. Zusammenfassung Der Landkreis Görlitz bewegt sich innerhalb struktureller, arbeitsmarktseitiger und demografischer Herausforderungen, die sich in den kommenden Jahren weiterhin bremsend auf die Entwicklung von Wirtschaft und Wohlstand auszuwirken drohen. Dies wird aktuell verschärft durch den politisch beschleunigten Braunkohleausstieg, der sich vor allem im Nordraum des Landkreises in den kommenden Jahren niederschlägt. Die hiermit einhergehenden Defizite spiegeln sich unverkennbar in der inner- und außerregionalen Wahrnehmung wider. Dieses verfestigte Negativimage droht eine Abwärtsspirale von Strukturwandel und fortgesetzter Abwanderung zusätzlich zu beschleunigen, was die bereits bestehenden Fachkräfteengpässe weiter verstärken und sich entsprechend hemmend auf die regionalen Wachstumsfelder auswirken würde. So bestehen u. a. aufgrund der gewachsenen Kompetenzen in Wachstums- und Zukunftsfeldern sowie attraktiven Standort- und Lebensbedingungen wirtschaftliche Potenziale in der Region, die ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum und die Ansiedlung neuer Industriebetriebe in den vergangenen Jahren begünstigten. Den Akteuren der regionalen Wirtschaftsförderung kommt vor diesem Hintergrund eine wichtige Rolle zu, bestehende Herausforderungen abzumildern und möglichst in Chancen zu transferieren. Dabei begünstigt der Umstand, dass sich an der Schnittstelle von regionalen Stärken und bestehenden Potenzialen auf der einen sowie gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Trends auf der anderen Seite Chancen in Richtung nachhaltiger Strategien ergeben. Diese Schnittstelle muss proaktiv genutzt werden, um sich ergebende regionale Wertschöpfungspotenziale zu heben, den Landkreis stärker als Zukunftsregion für Schüler, Studenten, Rückkehrer und Pendler, aber auch für bestehende Firmen, potenzielle Investoren und Start-ups zu vermarkten. Abbildung 1: Nachhaltigkeit an der Schnittstelle globaler Trends und regionaler Potenziale Quelle: Dar. imreg (2019) Entscheidend ist hierbei, entsprechende infrastrukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen. Über eine flexible und bedarfsgerechte Kinderbetreuung, ausreichend hochwertige Gewerbeflächen, leistungsfähige Gewerbeanbindungen und ÖPNV-Lösungen sowie wirtschaftsfreundliche und moderne 7